Die meisten Europäer erhalten nicht ausreichend Vitamin D. Dies gilt selbst für Menschen, die in sonnigen Ländern wie in Sud Europa leben. Nur wenige Nahrungsmittel versorgen uns mit Vitamin D, unser Hauptversorger ist das Sonnenlicht. Laut führender Vitamin D Wissenschaftler werden 80 bis 100% unseres Bedarfs über das Sonnenlicht gedeckt. Von April bis Oktober (wenn die Sonnenstrahlen am stärksten sind) reichen jeden Tag schon 30 Minuten Sonnenbestrahlung im Gesicht und an den Armen aus, um uns mit ausreichend Vitamin D zu versorgen. Und trotzdem erhalten die meisten von uns nicht ausreichend Vitamin D aus Nahrungsmitteln und Sonnenbestrahlung.
Jüngere Studien haben ergeben, dass ein ausreichender Vitamin D Level im Körper das Auftreten von verschiedenen inneren Krebsarten um 30 % senken kann. Ein nicht ausreichender Vitamin D Gehalt wurde mit dem Auftreten von Krankheiten wie Diabetes, Multiple Sklerose, Herzkranzgefäßerkrankung, Influenza und eine Reihe anderer Immunschwächekrankheiten in Verbindung gebracht. Ein zu hoher Vitamin-D-Gehalt im Blut kann hingegen zu Verkalkung führen.
In weiten Teilen Europas wird im Winter über die Haut fast kein Vitamin D durch Sonnenlicht erzeugt, da das Sonnenlicht kaum ultraviolette Strahlung enthält. Selbst im Sommer erhalten Menschen, die nicht draussen arbeiten und keine Möglichkeit haben draussen aktiv zu sein, nicht ausreichend Sonnenbestrahlung. Professor Johan Moan, Professor an der Universität des Radium Krankenhauses in Oslo, erklärt: „Idealerweise sollte sich jeder 10 Minuten der Mittagssonne aussetzen, und zwar in den Monaten, wenn die UVB-Strahlen der Sonne am stärksten sind.“ Er führt weiter fort, „Allein durch die Tatsache, dass Menschen, die nahe am Äquator leben dunkle Haut haben, während wir in höheren Breitengraden hell sind, sagt uns die Natur, dass Menschen einige Sonnenbestrahlung benötigen.“
In anderen Worten: Gehen Sie ins Freie, wenn der Frühling kommt! Auch wenn Professor Moan hier eine Warnung hinzufügt:“Zu viel Sonne kann das Hautkrebsrisiko erhöhen. Sonnenbrände sollten unter allen Umständen vermieden werden“. Da die Vitamin-D-Produktion in der Haut bekannterweise nach einiger Zeit eingestellt wird, ist die beste Herangehensweise, häufige aber kurze Aufenthalte in der Sonne. Ein Vitamin D-Zusatz ist eine andere Möglichkeit, aber da zuviel Vitamin D – oral eingenommen - das Herz, Leber und Lungen schädigen kann, haben die Herzspezialisten ein Höchstlimit von 400IU pro Tag festgesetzt. Der optimale Vitamin D-Gehalt im Blut ist noch nicht bekannt und bedarf weiterer wissenschaftlicher Studien.
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